Vizemeisterschaft im Visier: OTeV will Hallensaison 2025/26 mit Heimsieg beenden
[2026-02-27]
Michel Dornbusch, Spielertrainer des Oldenburger TeV, freut sich auf das Finale der Wintersaison 2025/26 in der Nord-Ost-Staffel der Tennis-Regionalliga. „Das werden gute Matches“, sagt er über das Duell mit dem Suchsdorfer SV II, das am Samstag, 28. Februar, um 13 Uhr in der Halle am Johann-Justus-Weg beginnt. Er und seine Mitspieler möchten sich mit Unterstützung der ihrer Fans die Vizemeisterschaft sichern. Doch sie haben noch einen weiteren, ganz besonderen Anlass dafür, unbedingt gewinnen zu wollen. Für die Gäste aus Kiel, die bereits als Absteiger feststehen, geht es darum, sich mit erhobenen Köpfen aus der höchsten nationalen Hallenspielklasse zu verabschieden.
OTeV im Fernduell mit Suchsdorfer SV I
„Das ist ein gutes Team“, lobt Dornbusch den SSV II. Er hat fünf Partien mit einer jungen Stammbesetzung bestritten, alle gingen verloren. „Das finde ich gut“, sagt der OTeV-Spielertrainer darüber, dass der Kieler Verein auf die Möglichkeit verzichtete, Aktive aus „der Ersten“ einzusetzen, um mit aller Macht den Ligaverbleib zu sichern. Suchsdorf I ist mit 6:4 Punkten Tabellenzweiter und damit der Rivale der Oldenburger im Fernduell um diesen Rang in der Abschlusstabelle. Der OTeV muss, um dorthin vorzurücken, einen sehr deutlichen Heimsieg über Suchsdorf II herausspielen. Suchsdorf I empfängt den Polo Club Hamburg, der wohl in Kiel gewinnen muss, um den Abstieg zu vermeiden. Die Hamburger sind Vorletzter (3:7 Punkte/11:19 Matches), vor ihnen liegt der Großflottbeker THC (3:7/14:16). Dieser tritt erst am Sonntag beim TC Alfeld (6:4) an
Henry Dornbusch mit starkem Debüt
Der OTeV hat am Vorwochenende bei Suchsdorf I mit 2:4 verloren. Dort trat Michel Dornbusch wegen einer Erkältung nur im Doppel an. Im Einzel kam daher sein Neffe Henry Dornbusch erstmals im ersten OTeV-Team zum Einsatz. „Er hat das super gemacht“, lobte Michel Dornbusch den 22-Jährigen, der gegen Lewie Lane zwar mit 4:6 und 6:7 verlor, aber dennoch überzeugte. Sein Konkurrent war im Sommer nach achtmonatiger Verletzungspause auf den Court zurückgekehrt. Zuvor war der 122. der DTB-Rangliste deutlich besser platziert. „So hat Henry schon mal einen Einsatz bei uns absolviert“, sagte Michel Dornbusch: „Das war mit Blick auf den kommenden Sommer eine wichtige Erfahrung.“ Sein Neffe hatte für den OTeV II in der Nordliga (Sommer) und in der laufenden Nordliga-Hallensaison glänzende Leistungen gezeigt, sodass er sich für die Zweitliga-Mannschaft empfahl. „Wir wollen ihn integrieren“, bestätigte der Spielertrainer. Im Doppel war die „Familie Dornbusch“ in Suchsdorf auch noch erfolgreich. Die OTeV-Niederlage hatte bereits nach den Einzeln festgestanden.
Stefan Seifert besiegt die Nummer 444 der Welt
Eine Woche zuvor musste sich der OTeV in eigener Halle im Spitzenspiel der bis dahin verlustpunktfreien Teams dem Club an der Alster Hamburg mit 1:5 geschlagen geben. „Wir haben uns gar nichts vorzuwerfen, Alster ist in der besten Besetzung aufgelaufen“, blickt Michel Dornbusch auf die sechs hochklassigen Partien zurück. Stefan Seifert bezwang an der Position eins den Hamburger Profi Marvin Möller, der in der ATP-Weltrangliste den 444. Rang belegt, mit 6:1, 3:6 und 10:3. Möller und seine Mitstreiter machten am folgenden Wochenende mit einem 4:2 über den Polo Club die Meisterschaft perfekt.
Michel Dornbusch freut sich über große Zuschauerresonanz
„Alles in allem war das eine super Saison“, zog Dornbusch vor dem Heimspiel gegen Suchsdorf II ein Fazit: „Alle haben Gas gegeben, wir waren in allen Spielen konkurrenzfähig.“ Zu dieser positiven Bilanz trug auch bei, dass die Heimspiele – vor allem das gegen den Club an der Alster – sehr gut besucht waren. Auf die wichtige Unterstützung von der Seite setzt Dornbusch erneut, um gegen Suchsdorf II den erhofften klaren Erfolg zu holen. „Wir wollen die Saison auf Platz zwei beenden“, sagt Dornbusch: „Wenn wir alle spielen können, sind wir der Favorit. Unterschätzen werden wir die Suchsdorfer aber nicht.“ Mit „alle“ meint Dornbusch außer sich noch Stefan Seifert, Alexander Meyer und Lasse Muscheites. Ob dieses Quartett komplett sein wird, steht allerdings noch nicht fest: Über seinen Einsatz wird Dornbusch kurzfristig entscheiden. Da der OTeV II erst am Sonntag, 1. März, ab 13 Uhr am Johann-Justus-Weg sein letztes Nordligaspiel 2025/26 bestreitet (gegen den TC Garfeld), wird das Regionalligateam gegebenenfalls aus dessen Kader ergänzt.
Stefan Seifert feiert Geburtstag
Die Aussicht, doch noch Vizemeister zu werden, ist nicht der einzige Grund, warum die sowieso immer hochmotivierten OTeV-Spieler mit einer Extra-Portion Siegeswillen antreten werden. Wahrscheinlich nicht einmal der wichtigste. Am Samstag feiert Routinier Stefan Seifert Geburtstag. Eines der Geschenke für die dann 41-jährige Nummer eins soll natürlich ein Heimsieg sein.