Favorit Aachen nimmt die Punkte mit

2. LIGA - Oldenburger Tennisverein verliert Heimspiel mit 2:7 – Zwei Zähler aus Doppeln (Bild: Piet Meyer)
[2021-07-19]
Favorit Aachen nimmt die Punkte mit

Im Duell gegen den Bundesligaabsteiger TK BW Aachen hat der OTeV am Sonntag wie erwartet die zweite Niederlage an diesem Wochenende einstecken müssen. Mit 2:7 konnten die Gastgeber allerdings dank einer guten Moral und einer starken kämpferischen Leistung das Worst-Case-Szenario mit zwei Zu-Null-Pleiten verhindern.

Das sagt der Trainer

„Wir haben uns mehr als teuer verkauft und den sehr guten Aachenern alles abverlangt. Das war eine tolle sportliche Leistung und es spricht alles für den gesunden Kampfgeist des Teams“, zeigte sich Daniel Greulich sehr zufrieden.

So gut ist Aachen

Schon ein Blick in die aktuelle ATP-Rangliste zeigt, dass allein vier der eingesetzten Aachener deutlich besser platziert sind als Oldenburgs Nummer Eins Stefan Seifert. Noch deutlicher zeigt sich die Klasse der Gäste an der höchsten Platzierung in der Karriere der einzelnen Spieler. Seifert war vor – neun Jahren – mal auf Position 228. Aachens „schlechtester“ Spieler Clement Geens hatte eins Rang 245 inne und Thiemo de Bakker war sogar schon mal an 40. Position. „Es war eine Freude, solche klasse Spieler bei uns auf der Anlage mal erleben zu können“, meinte Greulich.

So spielten sie

Mit jenem de Bakker bekam es Lasse Muscheites zu tun – und der 25-Jährige lieferte der ehemaligen Nummer 40 der Welt einen harten Kampf, der erst im Match-Tie-Break mit 4:6, 6:4, 10:7 zu Gunsten des Niederländers entschieden wurde. „Am Ende war die größere Erfahrung der entscheidende Faktor“, meinte Greulich. Eng war es auch im Spiel von Spielertrainer Michel Dornbusch gegen den Belgier Yannick Mertens. Bei seiner 5:7, 4:6-Niederlage verpasste der 30-jährige Oldenburger einen Satzgewinn nur knapp. Deutlicher war es da im Topspiel zwischen Seifert und dem Italiener Matteo Donati. Gegen die 159 der Welt musste sich Seifert mit 2:6, 0:6 klar geschlagen geben. „Stefan hing noch etwas das Spiel in Essen nach, wo er das Doppel verletzt aufgeben musste“, erklärte Greulich. Auch Florian Barth (3:6, 3:6 gegen Clement Geens) und Alexander Meyer (5:7, 3:6 gegen Niels Desein) mussten sich nach zwei Sätzen geschlagen geben. Spannender machte es dagegen Mattis Wetzel, der den Belgier Germain Gigounon ebenfalls in den Match-Tie-Break zwang. Am Ende musste aber auch er sich mit 4:6, 7:6, 3:10 der größeren Erfahrung seines Gegners beugen. Damit war das Spiel bereits nach den Einzeln entschieden.

Zwei Siege in Doppeln

Doch das war kein Grund für die Oldenburger, Gastgeschenke zu verteilen. Sie gaben noch einmal alles und tankten ordentlich Selbstvertrauen. „Die Jungs haben gezeigt, das sie mitspielen können“, freute sich Greulich. Sowohl Dornbusch/Muscheites (6:0, 1:6, 11:9 gegen Donati/Geens) als auch Barth/Meyer (4:6, 6:4, 10:7 gegen Yannik Reuter/Gigounon) entschieden ihre Spiele im Match-Tie-Break für sich entscheiden. Nur Seifert/Wetzel mussten sich 6:7, 1:6 gegen Mertens/Desein geschlagen geben.

Bericht von Bernd Teuber (NWZ 19.07.2021)

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